Bildgestaltung mit der digitalen Fototechnik

Ein interessantes Kriterium der digitalen Fototechnik ist der optische Zoom-Bereich bei der Bildgestaltung. Von dem Weitwinkelbereich wird auf Teleobjektiv umgestellt und Motive rücken näher heran. Oft werden dadurch Details wirkungsvoller in den Mittelpunkt gerückt. Eine fliegende Möwe füllt das Bild. Tiere auf einer Weide können fotografiert werden, ohne dass der Fotograf störend erscheint. Spielende Kinder bemerken gar nicht, dass sie im Mittelpunkt stehen und wirken unbefangen. Die Nahaufnahmen durch die Zoomeinstellungen können unkompliziert in die Makrofotografie wechseln. Jetzt kann der Fotograf sich an die kleinsten Details heranpirschen. Dabei erleichtert ebenfalls ein Stativ die perfekte Bildqualität. Tautropfen funkeln auf den Blütenblättern, eine Biene wird inmitten ihrem Honigparadies erfasst oder zarte Spinnweben funkeln in der Abendsonne. Die Möglichkeiten der Bildgestaltung sind unendlich, jede Jahreszeit hat ihre bezaubernden Details. Bei der Makrofotografie ist die Tiefenschärfe begrenzt. Das erhöht den Reiz der Auswahl, hebt spannende Details hervor. Die funkelnden Wassertropfen nach einem Gewitterregen an der Scheibe in der Sonne lassen die Landschaft dahinter nur verschwommen ahnen. Jedes Fotobuch mit Landschaftsmotiven lädt zum Träumen ein. Der digitale Zoom dagegen basiert auf Pixelberechnungen auf Basis der angrenzenden Bereiche, um das Bild zu vergrößern. Da überzeugt nicht immer das Ergebnis. Gleitet der Fotograf unbemerkt vom optischen Zoom in den digitalen hinüber, ist er oft vom Ergebnis enttäuscht und wundert sich, warum die Bilder sehr pixellastig sind.

Bildgestaltung mit markanten Kennzeichen

Oft wird bei allen Bildern der digitalen Fototechnik die Schärfe vom Vordergrund bis in die Hintergrundbereiche bewundert. Das ist ein markantes Kennzeichen der Bildgestaltung. Jedoch kann eine gezielt eingesetzte Unschärfe ein Bild beleben oder sogar zu einer künstlerischen Verfremdung führen. Schneeflockenwirbel mit einer Einstellung für Landschaftsaufnahme fotografiert, wird zu weißen Strichen auf dem Bild, die ein Gefühl von Kälte auf der Haut erzeugen. Wird jedoch die Sporteinstellung genutzt, sind es fröhliche Punkte in der Landschaft. Dabei spricht man vom Einfrieren der Bewegung. Das kann ebenfalls einem Wasserfall einen besonderen Reiz geben oder der Sportler erstarrt in der Bewegung. Wird Bewegung mit langen Belichtungszeiten bzw. bei dem Programmmenü Landschaftseinstellung fotografiert, bekommt das Foto eine eigene Dynamik. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, mit allen Einstellungen, die die Digitalkamera bietet, zu experimentieren, und sich vom Üblichen zu lösen. Die digitale Fototechnik ist wie geschaffen, neue Wege zu testen. Dabei müssen nicht allein alle Grundkenntnisse, die in einem Fotobuch über die Digitalfotografie aufgeführt sind, nur befolgt werden. Es ist wichtig, sich frei zu fotografieren.

Bildgestaltung durch Schwarz-Weiß-Fotografie

Die Schwarz-Weiß-Fotografie wurde überwiegend aus unserem Alltag verbannt, ist nur noch in diesem oder jenem Fotobuch zu entdecken und gilt als Möglichkeit der Bildgestaltung als weitgehend veraltet. Jedoch gibt es durchaus Motive, besonders im Gegenlicht, die mit dieser Einstellung ein künstlerisch interessantes Bild ergeben. Mitunter kann Farbe von einer wesentlichen Aussage ablenken. Das können die Samenstrahlen am Löwenzahn oder zarte Wiesengräser im Gegenlicht der Abendsonne sein. Ein interessantes Gesicht wirkt mit dieser Fototechnik geheimnisvoller und die Aussage begrenzt sich auf markante Merkmale, wie Augen, Mund und Lebenslinien. Ebenfalls kann die Farbgebung bewusst verändert werden. Mit dem Programmmenü Sonnenuntergang wird die warme Farbstimmung bei einem Sonnenuntergang erfasst. Das kann ebenfalls bei einem Blumenmotiv oder Fotos zu einer anderen Tageszeit interessante Stimmungen erzeugen. Ein Fotobuch mit diesen besonderen Bildern ist sehr repräsentativ.